In diesem Beitrag findest du 11 Trennungstipps, welche sich in meiner Beziehungspraxis bewährt haben, um eine Trennung oder Scheidung besser zu verarbeiten.

Der Partner oder die Partnerin hat die Beziehung beendet, völlig überraschend oder es hat sich schon angedeutet. Dann geht es mit den Gefühlen und der Lebensfreude meist den Bach runter, es tut weh und man weiß gar nicht, wie man aus dem Loch wieder raus kommen soll. Wir fragen uns dann, was das beste Verhalten nach einer Trennung ist, wie wir mit dieser ungewollten Situation umgehen sollen. In meiner Praxis begegne ich vielen Menschen, die mit dem Thema Trennung zu mir kommen. Oft stehen die Fragen im Raum: »Was soll ich jetzt machen? Wie geht es weiter? Was tun bei der Trennung?«

Für alle, die gerade unter einer Trennung leiden, habe ich eine kurze Übersicht zusammengestellt, was in einer solchen Situation helfen kann. Das sind erste Impulse, denn für die Trennungsverarbeitung braucht es häufig mehr als das. Und viel Zeit. Jeder Mensch ist individuell und so gilt der eine Tipp für einen mehr, als für den anderen.

11 Ideen & Impulse, die bei der Trennungsverarbeitung helfen können

Was hast du davon, wenn du diese Trennungstipps und Empfehlungen liest und berücksichtigst?

  • Du kannst die Trennung schneller verarbeiten
  • Du kannst die schmerzhafte Zeit verkürzen
  • Du findest schneller zur Lebensfreude zurück
  • Du lernst warum wir nach einer Trennung entsprechend reagieren

Trennungstipp 1: Alle Gefühle ausleben

Gefühle wie Trauer oder Wut wollen ausgedrückt und ausgelebt werden, erst dann verwandeln sie sich und nehmen mit der Zeit weniger Raum ein. Wir profitieren davon, wenn wir nicht vor dem Schmerz, den Tränen und der Ohnmacht weglaufen, sondern unseren Gefühlen die Zeit geben, da zu sein und zu leben. Wie lange das ist, kann nicht unser Verstand entscheiden, die Gefühlswelt wird es zeigen, sobald sie genug gefühlt hat.

Unsere Gefühle zu unterdrücken verschiebt und verlängert nur die Trennungsphasen und den Schmerz.

Trennung verarbeiten 2: Ablenkung suchen

Alle Gefühle und Emotionen auszudrücken und zu leben ist hilfreich und wichtig. Und gleichzeitig ist es gut, immer wieder Ablenkungen zu suchen und die Dinge zu unternehmen, die (zumindest ein wenig) Freude bereiten. Gut sind Dinge und Aktivitäten, die mit dem Ex-Partner nicht möglich waren, da dieser keine Lust darauf hatte, zum Beispiel einen Tanzkurs, bestimmte Kinofilme oder eine Reise nach Südostasien.

Trennungstipp 3: Sicherheit bekommen

Direkt nach einer Trennung ist es in der Regel erstmals unvorstellbar, je wieder aus dem Tal der Tränen zu kommen und zufrieden und glücklich zu werden. Vor allem, wenn es die erste Trennung ist, die man erlebt. Wie tief das Loch auch sein mag, jeder Mensch kommt da wieder heraus: 100-prozentig! Denke immer wieder daran. Umso mehr wir unsere Gefühl zulassen, umso schneller kommen wir durch den Trennungsprozess.

Trennung verarbeiten 4: Die Trennung annehmen und akzeptieren

Trennungstipp Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, die Trennung anzunehmen und zu akzeptieren – je früher, desto besser für die Trennungsverarbeitung.

Das geht natürlich nicht mit einem Fingerschnipp, doch je öfters der Gedanke »es ist, wie es ist und das versuche ich zu akzeptieren« aufkommt und Raum findet, desto hilfreicher. Vielleicht hilft auch der Gedanke, nicht den Liebespartner des Lebens verloren zu haben, sondern dass sich vielmehr herausgestellt hat, dass es nicht DER Liebespartner des Lebens ist. Denn wenn er es wirklich wäre, wäre er ja noch da. Die Enttäuschung und Trauer darüber sollten wir ebenfalls ausleben.

Trennungstipp 5: Professionelle Unterstützung aussuchen

Gespräche mit Freunde und der Familie sind wichtig und hilfreich. Manchmal ist es zudem sinnvoll, sich professionelle Unterstützung zu suchen. Am besten einen Therapeuten mit dem Schwerpunkt Beziehungen und Trennungen. Sich diese Unterstützung zu holen zeugt von Stärke, dass man sich und seinen Gefühlszustand ernst nimmt und an einer nachhaltigen Heilung unseres Herzen interessiert ist.

Dabei ist es wichtig, vor allem Trost und Halt bei Freunden zu erhalten. Deren Ratschläge sind nicht immer die zielführendsten, weil sie uns häufig den Schmerz »wegnehmen« möchten und sagen »Kopf hoch, das ist doch nicht so schlimm«, »das wird schon wieder« oder »jetzt stell dich nicht so an». Doch das hält uns mehr im Trennungsschmerz gefangen, als ihn zu verarbeiten. Weitere Gründe, warum die Ratschläge unserer Freunde nicht immer die besten sind, erfährst du in meinem Trennungsratgeber.

Trennung: Schmale Breite mit grauer Box

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Trennung verarbeiten 6: Den Körper bewegen

Bei der Verarbeitung von Gefühlen spielt der eigene Körper eine wichtige Rolle – die häufig unterschätzt wird. Emotionen sind im Körper abgespeichert, wie jeder kennt: »Einen Kloß im Hals haben«, »Einen Schlag in die Magengrube abbekommen« oder »Ein Stich ins Herz«. Daher ist es wichtig in Bewegung zu kommen.

Was kannst du also tun: Ob Spazierengehen, mit einem Holzstück gegen Bäume boxen, einfach laut zu schreien, zuhause die Boxen aufzudrehen und wild durch die Wohnung zu hüpfen und tanzen. Dabei einfach den eigenen Körperimpulsen zu folgen – der Körper weiß das besser, als der Kopf. Auf dem Sofa liegen, tut auch mal gut – doch auf Dauer verzögern wir damit unsere Heilung.

Trennungstipp 7: Trennungstagebuch und Briefe schreiben

Drücke deine eigenen Gedanken und Gefühle und all das, was dich beschäftigt in Briefen oder einem Trennungstagebuch aus. Und schreibe den Text so, als ob du diesen direkt an deinen Ex-Partner richtest – ohne die Briefe abzuschicken! Das entlastet und unsere verletzte Gefühls- und Gedankenwelt und hilft die Trennung schneller und besser zu verkraften.

Schreibe dazu gerne alles auf, was dir zu den folgenden Aussagen einfällt:

  • Ich vermisse dich, weil …
  • Ich bin wütend auf dich, weil …
  • Ich bin traurig, weil …
  • Ich dankbar für …

Trennung verarbeiten 8: Verabschiedung

Nach gewisser Zeit ist es gut, sich innerlich zu verabschieden: Und zwar von dem Bild, dass es (irgendwann) mit diesem Partner weitergeht. Es ist jedoch kein Abschied von dem, was du bekommen und gegeben hast, denn das kann dir keiner mehr nehmen. Doch die Liebe, die du gegeben hast, kannst du zurücknehmen und ggf. jemand anderem geben. Wenn dein Herz und du soweit bist.

Buchtipp: Trennungsratgeber

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Trennungstipp 9: Dankbarkeit

Dieser Trennungstipps gilt erst dann, wenn du die schlimmste Zeit nach dem Beziehungsende überwunden und verkraftet hast. Sei dankbar für die schönen Momente in der Partnerschaft, für die Dinge, die du erhalten hast und für die Liebe, die du geben durftest. Dankbarkeit ist das Einzige, was einen nicht an den Partner bindet. Dass Gefühl der Dankbarkeit muss dabei nicht nach 2 Wochen spürbar sein, manchmal kommt das auch erst nach Monaten oder Jahren.

Trennung verarbeiten 10: In Selbstverantwortung kommen

Trennungstipps Unser Selbstwert rauscht nach einer Trennung sofort in den Keller und Selbstzweifel und Selbst-Vorwürfe sind nicht weit. Warum auch immer sich die Partnerin oder der Partner getrennt hat, es gehören immer zwei dazu – auch der Ex-Partner. Eine realistische Sicht darüber zu bekommen, kann uns helfen die Trennung besser und nachhaltig zu verarbeiten.

Wir können die ganze Schuld auf uns laden und uns schlecht fühlen. Oder den Teil beim Ex-Partner lassen, den er zu verantworten hat. Das Gute ist, über diese Entscheidung hat man die volle Macht und Kontrolle. Und wir können uns ebenso entscheiden, wie lange wir in der Opferrolle (»Ich armer Tropf wurde verlassen und bin nicht liebenswert«) verbleiben möchten oder wieder in unsere Selbstverantwortung für unser Leben kommen möchten. Denn der andere ist nicht verantwortlich dafür, wie es uns selbst geht – auch wenn es sich schnell so anfühlt. Wie du die Verantwortung für deine Gefühle kommen kannst, dazu gibt es ein Video von mir.

Trennungstipp 11: Sinn erkennen

Auch dieser Trennungstipp gilt dann, wenn du den gröbsten Schmerz hinter dir gelassen hast: Stelle dir die Frage, was die Trennung für einen Sinn haben könnte oder anders ausgedrückt: »Was möchte dir das Leben damit zeigen« oder »Was sollst du damit lernen?«

Einen Sinn in der Trennung zu finden, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Verarbeitung und des Loslassens. Vielleicht erinnerst du dich an eine alte Beziehung und erkennst jetzt im Nachhinein, was nach der Trennung alles Gutes daraus entstanden ist und wofür es einen Sinn hatte. Ein gesamtes Kapitel zum Sinn der Trennung liest du in meinem Buch über Trennungen.

Wie geht es dir mit diesen Impulse, um deine Trennung zu verarbeiten? Welcher Tipp ist für dich am hilfreichsten und was möchtest du heute noch für dich Gutes tun?


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