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Der Ablauf einer Scheidung ist in verschiedene Schritte unterteilt und er beginnt damit, dass ein Ehepartner, oder auch beide zusammen, die Scheidung beantragen. Jedoch ist der weitere Verlauf dann stark davon abhängig, wie sich die Ehepartner während des Scheidungsprozesses verhalten.

Dabei wird der Ablauf einer Scheidung umso unkomplizierter, nervenschonender und schneller erfolgen, je einvernehmlicher du und dein Partner sich verhalten. Für ein optimales Scheidungsverfahren sind eine gute Kommunikation und ein Kompromisswille entscheidend. Unabhängig von den Gründen für Trennung und Scheidung verlangt ein weitgehend konfliktfreie Scheidung Kooperation.

Wichtige Voraussetzungen für einen klaren Ablauf einer Scheidung

Eine Ehe muss endgültig gescheitert sein um die Voraussetzung für eine Scheidung zu erfüllen. Dafür muss die eheliche Lebensgemeinschaft aufgelöst sein und es darf keine Möglichkeit bestehen, dass diese wiederauflebt. Dies muss ein Rechtsanwalt beim Scheidung einreichen darlegen und ggf. nachweisen, wenn er den Scheidungsantrag stellt. Außerdem ist es wichtig, den Zeitpunkt der Trennung und damit die Trennungsdauer im Scheidungsantrag anzugeben, um den einvernehmlichen Scheidungsablauf nicht zu verzögern. Ein Richter kann erste eine Scheidung vollziehen, wenn ein Ehepaar mindestens ein Trennungsjahr hinter sich gebracht hat. Gesetzlich ist das Scheidungsverfahren präzise geregelt und deshalb kann man auf die einzelnen Schritte wenig Einfluss nehmen.
Paar Sitzen Kommunikation

Jedoch könnt ihr den Ablauf einer Trennung positiv beeinflussen, wenn ihr eine sogenannte Scheidungsfolgenvereinbarung gemeinsam verfasst, in der alle Scheidungsfolgen geregelt sind. Hierbei kann weiterer Streit im Scheidungsprozess vermieden werden. Streitigkeiten können den Ablauf einer Scheidung sehr in die Länge ziehen und zusätzlich hohe Kosten verursachen.

Streitigkeiten können den Ablauf einer Scheidung sehr in die Länge ziehen und zusätzlich hohe Scheidung Kosten verursachen.

Optimal: Die Scheidungsfolgenvereinbarung

Ist der Scheidungsantrag eingereicht, wird das Gericht Formulare für den Versorgungsausgleich zusenden an beide Ehepartner, die diese jeweils ausfüllen und einreichen. Allerdings ist es viel besser, wenn ihr beide vor dem Scheidungstermin gemeinsam eine Scheidungsfolgenvereinbarung verfasst und diese notariell beurkunden lasst. Dabei wird das Scheidungsverfahren deutlich beschleunigt. In der Scheidungsfolgenvereinbarung können alle relevanten Themen zum Umgangsrecht mit Kindern, zum Unterhalt, zum Sorgerecht, dem Zugewinnausgleich und zur Vermögensaufteilung geregelt werden.

In der Scheidungsfolgenvereinbarung können alle relevanten Themen zum Umgangsrecht mit Kindern, zum Unterhalt, zum Sorgerecht, dem Zugewinnausgleich und zur Vermögensaufteilung geregelt werden.

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Nächster Schritt im Ablauf der Scheidung: Der Scheidungstermin vor Gericht

Wenn die Formulare zum Versorgungsausgleich eingereicht sind und die Rentenanwartschaften berechnet wurden oder eine Scheidungsfolgenvereinbarung abgegeben wurde, wird das Gericht einen Scheidungstermin ansetzen. Hierbei setzt das Gericht normalerweise voraus, dass beide Ehepartner anwesend sind. Der Termin bei Gericht dauert meist nur 5 bis 20 Minuten.

Dabei werden beide Partner gefragt, ob die Scheidung gewünscht ist, wie lange die Trennungsdauer bereits ist und wie hoch die jeweiligen Einkommen sind. Ihr müsst also mindestens ein Jahr getrennt gelebt haben und falls die Trennung bereits über 3 Jahre her ist, kann auch kein Ehepartner mehr die Scheidung verweigern. Falls keine Scheidungsfolgenvereinbarung abgegeben wurde, kann man im Gerichtstermin noch Anträge stellen. Dabei muss man jedoch von einem Anwalt vertreten werden.

Der Schlussschritt im Ablauf der Scheidung: Das Scheidungsurteil

Wenn im Ablauf der Scheidung alle relevanten Angelegenheiten geregelt sind, wird das Gericht mit einem Scheidungsbeschluss die Ehe auflösen. Dabei wird dann eine Scheidung sofort rechtskräftig und ist somit wirksam. Deshalb treten dann alle Scheidungsfolgen und Vereinbarungen auch unmittelbar ein, wenn ihr beide einen Verzicht auf weitere Rechtsmittel erklärt habt.

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