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Die Medienwelt ist voll von Generation beziehungsunfähig und Bindungsängsten. Können wir alle keine Nähe mehr ertragen – oder warum brauchen manche Menschen viel Freiraum, Freiheit oder Distanz?

In meiner Praxis begleite ich viele Menschen zu diesem Thema. Habe ich Bindungsangst oder Ist mein Partner beziehungsunfähig sind häufige Fragen. Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht. Mit meinen Klienten machen wir uns auf die Suche nach Hinweisen und Antworten, nach möglichen Ursachen und Lösungswegen.

Wenn wir an Bindungsangst denken, haben wir sofort das Bild eines Menschen im Kopf, der sich nicht fallen lassen kann, der keine Nähe erträgt. Doch eigentlich sind diese Menschen auf der Suche nach gesunder Nähe. Warum das so ist und häufig übersehen wird, erfährst du in diesem Beitrag zur Nähe-Distanz-Mechanik in Beziehungen und Partnerschaften. Zudem blicken wir darauf, warum und wie Bindungsängste zu Trennungen führen.

Nähe und Distanz: Warum bindungsängstliche Menschen beides suchen

Paar Trennung Eine gute Balance von Bindung und Autonomie ist ein Grundthema in jeder Beziehung. Denn jeder Mensch hat unterschiedliche Vorlieben nach Verbundenheit und Nähe sowie Freiheit und Distanz. Manche Paare passen dabei wunderbar zusammen, bei anderen ist es eine Herausforderung und kann einem täglichen Kampf gleichen. Häufig finden sich diese Paare auch in einer Fernbeziehung wieder.

Häufig verhalten sich die Partner nach einigen Monaten nicht anders, doch das Erleben hat sich verändert. Was am Anfang vielleicht noch anziehend war – der freiheitsliebende beziehungsweise nähesuchende Partner – wird dann zur emotionalen Herausforderung.

Die Mechanik der Bindungsangst

Wie ist die Mechanik der Bindungsangst? In meiner Praxis begleite ich viele Menschen zum diesem Thema. Bindungsangst ist dabei keine psychische Erkrankung, kann jedoch Beziehungen unglaublich erschweren. Dabei zeigen sich bei betroffenen Menschen zwei Seiten, meist abhängig vom Verhalten des Partners:

Die eine Seite der Bindungsangst: Der Wunsch nach Autonomie

Je nach Grad der Bindungsangst zeigt sich die Aversion gegenüber zu viel Nähe oder Verpflichtungen früher oder später. Das Gefühl der Einengung führt unweigerlich zum Autonomiebestreben. Dahinter stehen meist Verletzungen in der Kindheit, wie keine verlässliche und liebevolle Nähe durch die Eltern (oder andere Hauptbezugspersonen), Grenzüberschreitungen oder der emotionale Missbrauch des Kindes als Partnerersatz.

Da sie diese Erfahrungen der verletzenden Nähe gemacht haben, bedeutet diese auch im Erwachsenenalter eine Bedrohung – außer sie haben sich damit intensiv befasst und die verletzten inneren Anteile geheilt. Sie schützen sich vor einer möglichen Wiederholung, indem sie die Nähe nur bedingt zulassen – das läuft meist automatisch und unbewusst ab.

Die andere Seite der Bindungsangst: Der Wunsch nach Nähe

Bei Bindungsangst denken wir im ersten Moment meist an Menschen, die keine Nähe ertragen und sich schwer in Partnerschaften fallen lassen können. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Denn die andere existiert ebenfalls, sie zeigt sich jedoch vor allem situativ bedingt. Immer dann, wenn Nähe keine konkrete Gefahr bedeutet, wie in der Kennenlernphase, wenn der (zukünftige) Partner noch keine deutlichen Bindungswunsch-Signale aussendet, er ihn im Unklaren über seine Zuneigung und Liebe lässt oder er mit einer Trennung droht.

In diesen Phasen bedeutet die Nähe keine Gefahr und der bindungsängstliche Mensch kann sich leichter öffnen. Dahinter steht ebenfalls die eigene Lebensgeschichte. Denn das Bedürfnis nach positiver, verlässlicher und nährender Nähe wurde ebenfalls nicht befriedigt, sodass diesbezüglich Defizite und damit eine tiefe Sehnsucht nach positiver Nähe bestehen.

Dieser Wechsel zwischen den beiden Seiten kann für den Partner und den Betroffenen selbst verwirrend sein. Selbstverständlich ist nicht jedes Autonomiebestreben eine Bindungsangst und muss zudem nicht jederzeit so deutlich ausgeprägt sein, wie hier beschrieben. Die Mechanik der Nähe-Distanz-Thematik lässt sich damit jedoch am leichtesten erklären.

66: NL-Beziehung + 27-Tipps-Kapitel

 

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Der Gegenspieles des bindungsängstlichen Typs: Der nähesuchende und klammernde

Es gibt selbstverständlich auch den Gegenspieler des bindungsängstlichen Menschen: Den nähesuchenden bis klammernden. Dieser hat in der stärksten Ausprägung Dauerverschmelzungsfantasien, er erhält seinen Wert und sucht seine Lebenszufriedenheit vor allem in der Beziehung. Er benötigt von seinem Partner viel Aufmerksamkeit und Liebe und kann schwer allein sein.

Schloss Liebe Ängste Er wird panisch, wenn er die Nähe, Liebe und Sicherheit des Partners nicht mehr spüren kann und fordert – direkt oder indirekt – all das von seinem Partner ein. Auch hier liegt die Ursache für gewöhnlich in der Kindheit, in welcher der Bindungswunsch des Kindes nicht adäquat erwidert oder verletzt wurde. Dieses Defizit und diese Sehnsucht bringt dieser Mensch ebenfalls mit in die Beziehung.

Was in Partnerschaften häufig passiert ist, dass ein bindungsängstlicher Typ auf einen Menschen trifft, der viel Nähe benötigt. Meist hält sich die Ausprägung die Waage. Je extremer das Verhalten des einen ausgeprägt ist, desto deutlicher auch bei seinem Partner. Das gilt nicht in allen Fällen, doch erstaunlich häufig.

Trennung bei Bindungsangst: Warum diese häufig zum Beziehungsende führt

Du kannst dir vorstellen, dass diese Beziehungsdynamik zu vielen Konflikten führen kann. Wenn der bindungsängstliche Typ einen Schritt nach hinten macht, folgt der nähesuchende ihm sofort. Dieser fühlt sich dadurch noch mehr bedrängt, geht noch einen Schritt zurück und der nähesuchende Partner fängt an zu klammern. Ein Kreislauf beginnt. Somit bedingen sich beide wunderbar und beide leiden, jeder auf seine Weise. Eine Trennung ist dann häufig die Konsequenz.

Betrachten wir dabei die zwei Möglichkeiten: Erstens, es trennt sich der Partner, dem die Nähe zu viel wurde und zweitens derjenige, der sich mehr Nähe wünscht.

Trennungsgrund bei Bindungsängsten: Zu viel Nähe

Wenn sich der bindungsängstliche Typ in seiner Autonomie beschnitten fühlt, wird er immer mehr um seine Freiräume kämpfen. Wenn das Gefühl der Enge und des Eingeschränktseins für ihn zu groß und einschneidend wird, trennt er sich. Das kann unabhängig davon passieren, ob der Partner tatsächlich klammert oder nur nach einer gesunden Nähe in der Beziehung sucht.

Trennungsgrund bei Bindungsängsten: Zu wenig Nähe

Wenn einem der Partner die Verbundenheit, Verbindlichkeit oder Nähe, ob emotional, zeitlich oder kommunikativ, nicht ausreicht, kann dies ebenfalls zur Trennung führen. Häufig versuchen sie lange mit dem Partner eine Lösung zu finden, doch sobald keine Hoffnung auf Veränderung besteht, trennen sie sich schweren Herzens. Denn sie wünschen sich Nähe mit diesem Menschen – bekommen sie aber nicht in dem Maße, wie sie es brauchen.

Kennst du meinen Online-Test zu Bindungsangst? In diesem kannst selber herausfinden, ob du eine Tendenz zu Bindungsängsten hast. Soweit meine Gedanken zum Thema Nähe und Distanz bei Bindungsangst. Erlebst du es ähnlich? Ich freue mich über deinen Kommentar oder deine Frage.

67: Buchtipp: Bindungsangst

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